So riefen die Menschen vor etwa 2000 Jahren, als ein gewisser Jesus von Nazareth auf einem Esel von Betfage über den Ölberg nach Jerusalem ritt. Mit Zweigen in den Händen und ihre Kleider auf den Weg streuend schrien sie weiter: "Gesegnet sei er, der kommt im Namen des Herrn. Hosanna in der Höhe!" Der Evangelist Matthäus kommentiert die Szenerie mit fast nüchterner Abgeklärtheit: "Als er in Jerusalem einzog, geriet die ganze Stadt in Aufregung...".
2000 Jahre später gerät am Palmsonntag immer noch die gleiche Stadt in grenzenlose Aufregung, wenn gegen 14.30 Uhr die große Palmsonntagsprozession über den Ölberg auf die Altstadtmauern Jerusalems zuläuft. Und weil ich wohl nicht die Nüchternheit eines Evangelisten Matthäus besitze, wage ich es kaum, die grandiose Feiertagsstimmung mit Worten zu kommentieren, sondern vermittle euch nachfolgend einfach durch viele Bilder einen kleinen Eindruck von Palmsonntag in der Heiligen Stadt.
die Spitze des liturgischen Zuges
Fahnenstandarten begleiten den Zug
kirchliche Jugendarbeit läuft im Heiligen Land über Pfadfindergruppen
aber auch Gruppen aus dem Ausland waren vertreten
Franziskanerkindergarten?!? ;-)
Orden unterschiedlichster Provenienz waren vertreten
alle zogen singend und betend Richtung Jerusalem
mit Palm- oder Ölzweigen
Polen war das am stärksten vertretene Ausland
auf dem Weg nach Jerusalem
mit Palmen in den Händen
ausgelassene Feierstimmung
der Hosannaruf in den unterschiedlichsten Varianten
Vater Abt im Palmsonntagszug
die hohe Geistlichkeit: der Patriarch und der Custos
vor den Stadttoren Jerusalems
besonders die Franziskaner erwiesen sich als besonders in "Hosanna-Laune"
auf den letzten Metern wurde noch einmal kräftig gejubelt
die Franziskaner
auf dem Weg zu St. Anna
dort sprach der Patriarch den Abschlusssegen
bevor schließlich in freudiger Stimmung der Tag beschlossen wurde, nicht wahr Karl? ;-)
doch noch lange nach Abschluss der Prozession waren die verschiedenen Gruppen in der Stadt zu entdecken
Mit diesen unvergesslichen Eindrücken des Palmsonntags in der Heiligen Stadt verabschiede ich mich für heute aus Jerusalem. Ich denke, die Karwoche wird noch mehrere Höhepunkte für ausgiebige Blogeinträge bereithalten. Viele Grüße aus Jerusalem, Mobbi!
(Fast) ganz gesund und wohlbehalten sind wir heute Abend aus Kairo zurückgekehrt. Was wir in Ägypten alles erleben durften, über pharaonische Pyramiden, koptische Klöster und muslimische Monumentalbauten, berichte ich euch aber erst zu gegebenem Zeitpunkt.
an der Grenze
Nun muss ich erst einmal Energie tanken für die bevorstehenden Osterfeierlichkeiten. Mit den zahlreichen Eindrücken zur Karwoche aus der Heiligen Stadt werde ich mich dann ab Morgen melden. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht, Joachim!
Richtig: Pyramiden! Und hier folgt das Beweisfoto:
Pyramide im Heiligen Land
Warum nun dieser, zugegebenermaßen etwas außergewöhnliche Blogeintrag? Und gleich nochmal richtig: Morgen geht es auf nach Kairo! Das Studienjahr ist nun endgültig zuende, doch anstatt auszuruhen, fahren morgen Früh um 5 Uhr die hochmotivierten Studenten von Jerusalem nach Kairo. Was es dort alles zu sehen gibt und welche Pyramiden ich in Ägypten fotografiert habe, darüber folgen Berichte ab kommenden Samstag!
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche und verabschiede mich derweilst mit vielen Grüßen aus Jerusalem, Joachim!
Zwischen Tel Aviv und Jerusalem, zwischen Küstenebene und judäischem Bergland erstreckt sich die Schefela. Der hügelige Landstrich verbindet die westliche Küste und die östlichen Berge miteinander. Und da zwischen Hafen und Stadt schon immer wichtige Handelsrouten liefen, kam und kommt den Siedlungen in der Schefela ein gewisser strategischer Wert zu. Davon konnten wir uns auf den letzten beiden Studienjahrs-Tagesexkursionen überzeugen.
Bet Schemesch wurde auch nach alttestamentlicher Zeit weiter besiedelt; auf dem Foto zeigen sich die Überreste eines byzantinischen Klosters
wegen der schweren Regenfälle konnten wir Gat, die Heimat des Riesen Goliath, leider nur aus der Ferne begutachten
wegen des schlechten Wetters verlegten wir das Programm kurzfritig ins Trockene
doch natürlich fließt auch in einer Tropfsteinhöhle Wasser, doch nur sehr, sehr langsam;-)
in Geser kann noch diese Toranlage bewundert werden
doch absolutes Highlight Gesers ist dieses Megalith-Heiligtum
diesen Tell haben vor knapp 3000 Jahren die Assyrer erstürmt, als sie Lachisch einnahmen
sagen wir mal, die Assyrer waren ziemlich gründlich, denn von dem auf dem Schild angekündigten Palast ist nicht mehr viel zu entdecken;-)
der Frühling ist die beste Jahreszeit für einen Ausflug in die Schefela
dann können solch idyllischen Bilder entstehen
oder auch solche
das letzte Foto zu einer Tagesexkursion zeigt ein Bauwerk, das noch in keinem der anderen vielen Orte zu sehen war: ein Amphitheater
Somit schließe ich heute die Berichterstattung über unsere Exkursionen ab, doch hier auf dem Blog geht es natürlich weiter. Ich werde auch aus Jerusalem mit den neuesten Neuigkeiten immer auf dem Laufenden halten. Deshalb: Bis morgen, Mobbi!
Die Frage nach der Entstehung des Monotheismus bewegt die alttestamentliche Wissenschaft wie kaum eine andere. Oft kochen dabei die Gemüter so mancher Alttestamentler besonders hoch. Schließlich geht es dabei um eine Zentralfrage unseres Glaubens. Doch die archäologischen Funde gaben den theologischen Forschern in den letzten Jahren sehr viel zu denken. Es scheint, als wären die "frommen" Israeliten ihrem einzigen Gott nicht immer sehr treu gewesen. Kultdenkmäler, Stelen, Mazeben, Opferaltäre und die vielen weiteren kultischen Kleinfunde geben von der durchaus auch in der Bibel beschrieben Untreue des Volkes Israel gegenüber seinem Gott Auskunft.
hoch erhaben thront Arad über den zur Exkursion anrückenden Studienjährlern
so funktioniert Archäologie: in großen Planquadraten wird Schritt für Schritt immer eine weitere Schicht freigelegt
im Tempel von Arad finden sich nun diese beiden Mazeben
und in Tel Sheva wurde dieser Opferaltar gefunden
die Siedlung war fast in konzentrischen Kreisen angelegt
von Tel Sheva aus kann man nach Beerscheba blicken; die Stadt im Süden des Landes leidet derzeit unter heftigem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen
Mit diesem Blogeintrag aus der Kategorie: "Was sonst noch war..." verabschiede ich mich aus Jerusalem und wünsche euch eine weiterhin schöne Woche, Joachim!
Nicht langsam und gemächlich, sondern mit Riesenschritten und viel zu schnell geht das Studienjahr seinem Ende entgegen. Und wenn man dabei unter anderem auch seine Fotos nochmal durchstöbert, entdeckt man als gewissenhafter Blogschreiber, dass man seinen treuen Lesern noch einige Berichte schuldig ist: so z. B. über Ein Gedi.
Die wasserreiche Oase am Ufer des Toten Meeres hat für den Israel-Pauschalurlauber einiges zu bieten. Ein SPA bietet mit seinem ausgedehnten Wellnessbereich zahlreiche Erholungsmöglichkeiten. Von Schwefelbad über Heilschlamm und Massage bis hin zum natürlich obligatorischen "Schweben" auf dem Toten Meer kann man dort die Seele baumeln lassen. Klar, dass das nichts für hochmotivierte Studenten ist, die sich in stechender Sonne und schweißtreibenden Temperaturen lieber archäologische Ausgrabungen widmen. Ok, ganz so krass war der Gegensatz nun doch nicht: Der Anblick des Schulamitwasserfalls im Nahal David hat darüber hinweggeströstet, dass wir uns nicht gegenseitig mit Heilschlamm einschmieren konnten!;-)
Ein Gedi bedeutet "Quelle des Zickleins"
Tiere finden sich auch auf diesem Moasikfußboden einer Synagoge
Blick auf das Tote Meer
überwindet man ein paar Höhenmeter finden sich oberhalb der Oase die Reste eines Höhenheiligtums
der Schulamitwasserfall
Durch das Nahal David verlassen wir Ein Gedi, ...
... aber nicht, ohne einen letzten Blick auf das Tote Meer geworfen zu haben, ...
... wo sich zwischen den Steinen man kleiner "Frechdachs" versteckt.
Mit diesem ersten Nachholbericht verabschiede ich mich für heute aus Jerusalem und wünsche euch einen guten Start in die neue Arbeitswoche! Viele Grüße aus dem Heiligen Land, Joachim!
Oder noch besser: Woran merkt ihr, dass das Studienjahr zu Ende geht? Ganz einfach: Die Blogeinträge werden immer unregelmäßiger! Über das Wochenende waren wir nach Bet Gemal aufgebrochen, um dort auf zahlreichen Reflexionssitzungen die vergangenen acht Monate nocheinmal Revue passieren zu lassen.
Liturgie in Bet Gemal
Morgen werden hier in Jerusalem die letzten vier Studientage anbrechen! Ich hoffe, ich kann euch diese Woche noch regelmäßig aus Jerusalem berichten! Viele Grüße aus der Heiligen Stadt, Joachim!