Samstag, 16. April 2011

Zurück aus Kairo!

(Fast) ganz gesund und wohlbehalten sind wir heute Abend aus Kairo zurückgekehrt. Was wir in Ägypten alles erleben durften, über pharaonische Pyramiden, koptische Klöster und muslimische Monumentalbauten, berichte ich euch aber erst zu gegebenem Zeitpunkt.
an der Grenze
Nun muss ich erst einmal Energie tanken für die bevorstehenden Osterfeierlichkeiten. Mit den zahlreichen Eindrücken zur Karwoche aus der Heiligen Stadt werde ich mich dann ab Morgen melden. Bis dahin wünsche ich euch eine gute Nacht, Joachim!

Donnerstag, 7. April 2011

Was haben Israel/Palästina und Ägypten gemeinsam?

Richtig: Pyramiden! Und hier folgt das Beweisfoto:
Pyramide im Heiligen Land
Warum nun dieser, zugegebenermaßen etwas außergewöhnliche Blogeintrag? Und gleich nochmal richtig: Morgen geht es auf nach Kairo! Das Studienjahr ist nun endgültig zuende, doch anstatt auszuruhen, fahren morgen Früh um 5 Uhr die hochmotivierten Studenten von Jerusalem nach Kairo. Was es dort alles zu sehen gibt und welche Pyramiden ich in Ägypten fotografiert habe, darüber folgen Berichte ab kommenden Samstag!
Bis dahin wünsche ich euch eine schöne Woche und verabschiede mich derweilst mit vielen Grüßen aus Jerusalem, Joachim!

Mittwoch, 6. April 2011

Die Schefela

Zwischen Tel Aviv und Jerusalem, zwischen Küstenebene und judäischem Bergland erstreckt sich die Schefela. Der hügelige Landstrich verbindet die westliche Küste und die östlichen Berge miteinander. Und da zwischen Hafen und Stadt schon immer wichtige Handelsrouten liefen, kam und kommt den Siedlungen in der Schefela ein gewisser strategischer Wert zu. Davon konnten wir uns auf den letzten beiden Studienjahrs-Tagesexkursionen überzeugen.
Bet Schemesch wurde auch nach alttestamentlicher Zeit weiter besiedelt; auf dem Foto zeigen sich die Überreste eines byzantinischen Klosters
wegen der schweren Regenfälle konnten wir Gat, die Heimat des Riesen Goliath, leider nur aus der Ferne begutachten
wegen des schlechten Wetters verlegten wir das Programm kurzfritig ins Trockene
doch natürlich fließt auch in einer Tropfsteinhöhle Wasser, doch nur sehr, sehr langsam;-)
in Geser kann noch diese Toranlage bewundert werden
doch absolutes Highlight Gesers ist dieses Megalith-Heiligtum
diesen Tell haben vor knapp 3000 Jahren die Assyrer erstürmt, als sie Lachisch einnahmen
sagen wir mal, die Assyrer waren ziemlich gründlich, denn von dem auf dem Schild angekündigten Palast ist nicht mehr viel zu entdecken;-)
der Frühling ist die beste Jahreszeit für einen Ausflug in die Schefela
dann können solch idyllischen Bilder entstehen
oder auch solche
das letzte Foto zu einer Tagesexkursion zeigt ein Bauwerk, das noch in keinem der anderen vielen Orte zu sehen war: ein Amphitheater
Somit schließe ich heute die Berichterstattung über unsere Exkursionen ab, doch hier auf dem Blog geht es natürlich weiter. Ich werde auch aus Jerusalem mit den neuesten Neuigkeiten immer auf dem Laufenden halten. Deshalb: Bis morgen, Mobbi!

Dienstag, 5. April 2011

Die Entstehung des Monotheimus

Die Frage nach der Entstehung des Monotheismus bewegt die alttestamentliche Wissenschaft wie kaum eine andere. Oft kochen dabei die Gemüter so mancher Alttestamentler besonders hoch. Schließlich geht es dabei um eine Zentralfrage unseres Glaubens. Doch die archäologischen Funde gaben den theologischen Forschern in den letzten Jahren sehr viel zu denken. Es scheint, als wären die "frommen" Israeliten ihrem einzigen Gott nicht immer sehr treu gewesen. Kultdenkmäler, Stelen, Mazeben, Opferaltäre und die vielen weiteren kultischen Kleinfunde geben von der durchaus auch in der Bibel beschrieben Untreue des Volkes Israel gegenüber seinem Gott Auskunft.
hoch erhaben thront Arad über den zur Exkursion anrückenden Studienjährlern
so funktioniert Archäologie: in großen Planquadraten wird Schritt für Schritt immer eine weitere Schicht freigelegt
im Tempel von Arad finden sich nun diese beiden Mazeben
und in Tel Sheva wurde dieser Opferaltar gefunden
die Siedlung war fast in konzentrischen Kreisen angelegt
von Tel Sheva aus kann man nach Beerscheba blicken; die Stadt im Süden des Landes leidet derzeit unter heftigem Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen
Mit diesem Blogeintrag aus der Kategorie: "Was sonst noch war..." verabschiede ich mich aus Jerusalem und wünsche euch eine weiterhin schöne Woche, Joachim!

Montag, 4. April 2011

Oase am Toten Meer

Nicht langsam und gemächlich, sondern mit Riesenschritten und viel zu schnell geht das Studienjahr seinem Ende entgegen. Und wenn man dabei unter anderem auch seine Fotos nochmal durchstöbert, entdeckt man als gewissenhafter Blogschreiber, dass man seinen treuen Lesern noch einige Berichte schuldig ist: so z. B. über Ein Gedi.
Die wasserreiche Oase am Ufer des Toten Meeres hat für den Israel-Pauschalurlauber einiges zu bieten. Ein SPA bietet mit seinem ausgedehnten Wellnessbereich zahlreiche Erholungsmöglichkeiten. Von Schwefelbad über Heilschlamm und Massage bis hin zum natürlich obligatorischen "Schweben" auf dem Toten Meer kann man dort die Seele baumeln lassen. Klar, dass das nichts für hochmotivierte Studenten ist, die sich in stechender Sonne und schweißtreibenden Temperaturen lieber archäologische Ausgrabungen widmen. Ok, ganz so krass war der Gegensatz nun doch nicht: Der Anblick des Schulamitwasserfalls im Nahal David hat darüber hinweggeströstet, dass wir uns nicht gegenseitig mit Heilschlamm einschmieren konnten!;-)
Ein Gedi bedeutet "Quelle des Zickleins"
Tiere finden sich auch auf diesem Moasikfußboden einer Synagoge
Blick auf das Tote Meer
überwindet man ein paar Höhenmeter finden sich oberhalb der Oase die Reste eines Höhenheiligtums
der Schulamitwasserfall
Durch das Nahal David verlassen wir Ein Gedi, ...
... aber nicht, ohne einen letzten Blick auf das Tote Meer geworfen zu haben, ...
... wo sich zwischen den Steinen man kleiner "Frechdachs" versteckt.
Mit diesem ersten Nachholbericht verabschiede ich mich für heute aus Jerusalem und wünsche euch einen guten Start in die neue Arbeitswoche! Viele Grüße aus dem Heiligen Land, Joachim!

Sonntag, 3. April 2011

Woran merkt man, dass das Studienjahr zu Ende geht?

Oder noch besser: Woran merkt ihr, dass das Studienjahr zu Ende geht? Ganz einfach: Die Blogeinträge werden immer unregelmäßiger! Über das Wochenende waren wir nach Bet Gemal aufgebrochen, um dort auf zahlreichen Reflexionssitzungen die vergangenen acht Monate nocheinmal Revue passieren zu lassen.
Liturgie in Bet Gemal
Morgen werden hier in Jerusalem die letzten vier Studientage anbrechen! Ich hoffe, ich kann euch diese Woche noch regelmäßig aus Jerusalem berichten! Viele Grüße aus der Heiligen Stadt, Joachim!

Donnerstag, 31. März 2011

Nabel der Welt

Über den heutigen Tag kann ich eigentlich nur staunen. Acht Monate hatte das Studienjahr auf diesen Moment gewartet. Gutes Vitamin B hat uns die für Nicht-Muslime verschlossenste Tür Jerusalems geöffnet. Wir durften den Felsendom und die Al-Aqsa-Moschee auf dem Haram betreten. Was für ein erhebendes Gefühl...
hier noch von außen
grün ist die Farbe des Propheten
der Restaurierung bedürfende Holzdecke
kunstvolle Glasfenster
sorgen für warmes Licht
Ort des Gebets
islamische Kunst
die goldene Kuppel, eines der Wahrzeichen der Stadt, wird zurzeit renoviert
florale Motive ziehren die Wände
unter dem Felsen, der dem Bau seinen Namen gibt, beten Frauen
schöne Deckenausstattung
die Stelle auf dem Felsen mit dem Fußabdruck Mohammeds
im Innern der Al-Aqsa-Moschee
auch hier findet sich eine ebenbürtig kunstvolle Ausstattung
auch stilisierte arabische Schriftzeichen ziehren kalligraphisch die Wand
Blick in die Kuppel der Moschee
die Gebetsnische
Rosettenfenster
im Innenraum
noch mehr kunstvolle Fenster
kunstvolle Deckengestaltung
Abschied vom Haram
Mit diesen beeindruckenden und einzigartigen Bilder verabschiede ich mich aus Jerusalem und wünsche auch einen guten letzten Arbeitstag für diese Woche, Mobbi!